Dr. Jetrels Experiment

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Episoden-Artikel
Zum Teil aus der Produktionssicht geschrieben.

Neelix wird mit dem Wissenschaftler konfrontiert, der für die Entwicklung einer Massenvernichtungswaffe verantwortlich war, die 300.000 seines Volkes im Krieg getötet hat, darunter auch Neelix' gesamte Familie.

Inhaltsangabe[Bearbeiten]

Kurzfassung[Bearbeiten]

Ein Shuttle mit dem Haakonianer Dr. Jetrel kontaktiert die USS Voyager. Neelix ist schockiert, da Jetrel vor 15 Jahren die Massenvernichtungswaffe Metreonkaskade entwickelte, die seinen Heimatplaneten Rinax zerstörte. Jetrel berichtet, dass Mitglieder der Rettungsteams, die nach Rinax reisten, eine tödliche Krankheit namens Metremia entwickelt haben. Auch er selbst leidet an der Krankheit. Er will Neelix untersuchen und ein Heilmittel finden. Neelix lehnt eine Kooperation jedoch grundsätzlich ab. Jetrel versucht ihm zu erklären, dass er Talaxianern helfen könne und dies vielleicht wichtiger sei, als das er bestraft werde. Sie führen mehrere Streitgespräche, doch Neelix lässt sich von ihm untersuchen. Gleichzeitig interessiert sich Jetrel für den Transporter der Voyager, den er bei der Behandlung nutzen will. Neelix berichtet Kes inzwischen, dass er in Wirklichkeit niemals den Militärdienst absolviert hat und sich versteckte, weil ihm die Todesstrafe drohte. Jetrel deaktiviert inzwischen den Doktor und beginnt mit einem Experiment, bei dem er eine biologische Materie in den Testzylinder beamt. Neelix sucht ihn auf und will mit ihm sprechen. Als er das Experiment entdeckt, betäubt ihn Jetrel. Nachdem man dies entdeckt, wird Jetrel im Transporterraum gestellt. Dort erklärt dieser, dass er viele der Opfer von Rinax mithilfe des Transporters und eines experimentellen Verfahrens zurückbringen will. Obwohl Janeway und Neelix skeptisch sind, wird ein Test durchgeführt. Dieser scheitert jedoch und Jetrel bricht über der Konsole zusammen. Nachdem Neelix ihm vergeben hat, stirbt Jetrel wenig später auf der Krankenstation.

Langfassung[Bearbeiten]

Teaser[Bearbeiten]

Neelix flüchtet.

Neelix und Tuvok spielen im Chez Sandrine auf dem Holodeck Poolbillard. Neelix ist über seinen Misserfolg gegen Tuvok enttäuscht. Tom Paris und das Hologramm Gary Gaunt empfehlen ihm, einen Sicherheitsstoß zu spielen, sodass auch Tuvok keine Kugel einlochen kann. Zunächst meint Neelix, dass dies feige klinge, jedoch überzeugt ihn Gaunt damit, dass Tuvok sonst wohl gewinnen wird. Neelix spielt daher die weiße Kugel so, dass der Stoß für Tuvok unmöglich wird. Paris meint, dass er das Queue frisst, wenn ihm der Stoß gelingt. Zwar meint Tuvok noch, dass der Stoß schwierig, aber nicht unmöglich sei. Er versucht die weiße Kugel über zwei Banden so zu spielen, dass die Elferkugel versenkt wird. Jedoch gelingt es ihm nicht, die Kugel ins Loch zu schießen. Neelix freut sich darüber. Tuvok ist zunächst über seinen Misserfolg verwundert. Gary Gaunt vermutet daraufhin, dass Paris ihm wohl nicht gesagt hat, dass Sandrins Billardtisch leicht nach Osten hängt. Da wird Neelix auf die Brücke gerufen.

Captain Kathryn Janeway informiert ihn dort, dass in einer Subraumnachricht nach ihm gefragt worden ist. Dieses Schiff nähert sich der Voyager und kommt gleich in Kommunikationsreichweite. Auf dem Schirm erscheint ein Haakonianisches Shuttle. Neelix erkennt es und erzählt von dem ein Jahrzehnt dauernden Krieg und der Zerstörung seiner Heimatwelt Rinax vor 15 Jahren. Dann öffnet man einen Kanal. Ein Haakonianer erscheint auf dem Bildschirm, meint, dass es um eine dringende und für ihn lebenswichtige Angelegenheit für den Talaxiner geht. Erstaunt fragt Neelix, wer er sei. Daraufhin stellt er sich als Doktor Ma'bor Jetrel vor. Neelix verliert die Fassung und verlässt fluchtartig die Brücke.

Akt I: Verbitterung[Bearbeiten]

Neelix informiert Janeway über die Vorfälle auf Rinax.

Neelix bezeichnet Jetrel später im Gespräch mit Captain Janeway als Massenmörder und erzählt ihr davon, dass er früher auf Rinax, dem Mond von Talax, in einer Kolonie mit dem gemäßigsten Klima der ganzen Heimatwelt gelebt hat. Es gab warme Tage und laue Nächte. Doch 15 Jahre bevor Neelix auf die USS Voyager kam, gab es eine Katastrophe. Die Haakonianer führten damals Krieg mit den Talaxianern. Der haakonianische Doktor Jetrel entwickelte die Metreonkaskade, eine tödliche Waffe, die alles Leben auf Rinax auslöschte. Er leitete auch das Wissenschaftlerteam, das die Waffe gebaut hat. Innerhalb eines Augenblicks war Rinax von einer tödlichen Wolke umhüllt. Die herrlichen Tage wurden in eine endlose, frostige Nacht verwandelt. Die Waffe forderte mehr als 300.000 Tote. Neelix war zu dieser Zeit auf Talax und weilte bei ihren Verteidigungskräften. Sie bereiteten sich auf eine Invasion vor, die niemals kam. Einen Tag nach dem Einsatz der Waffe unterwarf sich Talax bedingungslos dem Haakonianischen Orden. Janeway erkundigt sich, nach seiner Familie. Wortlos schüttelt er den Kopf und teilt ihr mit, dass diese bei dem Einsatz der Waffe getötet wurde.

Überzeugungsbesuch

Captain Janeway empfängt Dr. Jetrel im Transporterraum mit Tuvok und teilt ihm mit, dass Neelix sich weigert ihn zu treffen. Jetrel zeigt dafür Verständnis und meint, dass ihre Transportertechnologie seine kühnsten Erwartungen übertrifft. Er teilt Janeway mit, dass es wichtig ist, dass er sich von ihm untersuchen lasse, da Neelix zu einer der ersten Rettungstruppen, die auf Rinax nach Überlebenden suchten, gehörte. Viele Mitglieder dieser Teams haben in letzter Zeit eine degenerative Blutkrankheit namens Metremia entwickelt, die immer tödlich endet. Sie greift ihre Opfer auf einer molekularen Ebene an. Er ist auf der Suche nach einem Gegenmittel. Tuvok erkundigt sich, weshalb er nun Neelix untersuchen will. Darauf antwortet er, dass er bereits viele Opfer untersucht hat und hofft, dass durch seine Forschung ein Heilmittel gefunden werden kann. Er bittet Captain Janeway Neelix zu einem Treffen zu überreden.

Kes fragt Neelix in der Küche unterdessen, wieso er ihr nie von diesem Krieg erzählte. Der Talaxianer meint, dass es vielleicht ein Erlebnis ist, dass man mit niemandem teilen möchte. Neelix meint, dass es zu schwer ist, seine Gefühle jemandem zu beschreiben, der nicht dabei gewesen ist. Außerdem will er dieses Erlebnis vielleicht nicht mit jemand Anderem teilen. Janeway betritt das Kasino und spricht mit Neelix. Sie meint, dass sie für Neelix unangenehme Nachrichten hat. Darauf meint Neelix, dass nichts den Tag noch unangenehmer machen könnte, als er bereits ist. Sie informiert ihn, dass er möglicherweise eine tödliche Blutkrankheit, wegen der Metreonstrahlung haben könnte. Daher solle er sich von Jetrel untersuchen zu lassen. Doch dieser ist verbittert und weigert sich weiterhin. Er will nicht, dass Jetrel sich ihm auf 10 Parsecs nähert. Kes bittet Neelix auch, sich untersuchen zu lassen. Janeway argumentiert, dass sie seine Gefühle versteht, weist aber auch darauf hin, dass es in dieser Situation um Neelix' Leben geht. Neelix misstraut ihm weiterhin, weil sein Lebenswerk es war, eine Waffe zu entwickeln, die so viele Talaxianer wie möglich töten sollte. Janeway entgegnet, dass Jetrels Besorgnis aufrichtig wirkt. Er meint auch, dass es keinen Unterschied mache, ob er weiß, dass er an einer tödlichen Krankheit leidet, oder nicht. Kes versucht ihn mit dem Argument zu überzeugen, dass der Doktor der fähigste Arzt ist, den sie je kennengelernt haben und er Tag und Nacht arbeiten wird, um ein Gegenmittel zu finden, falls Neelix an dieser Krankheit leidet. Janeway argumentiert weiter, dass er nach einer Untersuchung zumindest seinen Seelenfrieden haben würde. Dem hält Neelix entgegen, dass der Seelenfrieden etwas relatives sei. Schließlich willigt er doch ein und trifft sich mit ihm.

Jetrel spricht mit Janeway und Neelix.

Im Konferenzraum führt der Talaxianer ein Gespräch mit Jetrel und Janeway. Jetrel berichtet von der Krankheit und, dass die Zerfallsrat der Metreonisotope extrem variabel ist. Doch noch immer ist Neelix nicht überzeugt von der Aufrichtigkeit von Jetrels Motiven und begegnet ihm mit Hass. Er fragt, ob Jetrel dies aus Schuldgefühlen oder wissenschaftlicher Neugier tut und bohrt nach seinen Motiven. Jetrel meint, dass er tat, was getan werden musste. Neelix fragt, ob es notwendig war eine viertel Million Talaxianer zu töten und weitere durch die Metreonstrahlung zerfressen zu lassen. Jetrel fragt, ob es einen Unterschied macht, wenn er sagt, dass sie niemals daran dachten, dass es Überlebende geben könnte und sie sich dabei unglücklicherweise irrten. Neelix verweist empört auf diese Worte. Janeway versucht den Streit zu schlichten. Doch Jetrel meint, dass er nur Wissenschaftler ist und die Militärs und politischen Führer über den Einsatz der Waffe entschieden. Neelix fragt, ob ihn diese Differenzierung hilft, besser zu schlafen. Jetrel meint, dass er letzte Nacht nicht schlechter schlief, als in den letzten 15 Jahren. Er meint, dass er mit seinem Gewissen leben muss, wie Neelix mit seinem. Auch fragt er ihn, wie viele er im Krieg getötet hat. Janeway versucht zu vermitteln, doch Neelix unterbricht das Gespräch, weil er lieber sterben würde, als Jetrels Gewissen zu erleichtern. Jetrel meint, dass er nicht will, dass er ihn mag und auch nicht denkt, dass er seinen Schmerz durch moralische Argumente lindern kann. Jedoch glaubt er, dass er ihm oder anderen seines Volkes helfen kann und dies vielleicht wichtiger sei, als ihn zu bestrafen.

Schließlich lässt Neelix sich doch auf die Untersuchung ein. Auf der Krankenstation untersucht ihn Jetrel im Beisein von Kes und dem Doktor. Neelix fragt den Doktor, ob dieser die Untersuchung durchführen könnte, was er jedoch verneint, obwohl ihm Neelix’ neu gefundenes Vertrauen schmeichelt. Er legt sich auf das Biobett und wird dann von Jetrel gescannt. Neelix erzählt Kes während der Untersuchung von den zweischwänzigen Talchoks auf Rinax. Diese Tiere besitzen zwei Giftzähne. Als er ein Junge war, baute er eine narrensichere Talchokfalle und stellte sie in den Garten. Am nächsten Tag fand er eines der Biester, aber es war nicht tot. Plötzlich sah es gar nicht mehr so grauenvoll aus, sondern wie ein armes, unschuldiges Wesen. Er war so fasziniert von seiner Erfindung, dass er nicht daran dachte, wie die arme Kreatur leiden würde. Jetrel fragt ihn nun, ob er fertig sei. Neelix antwortet, dass er fürs erste fertig sei. Jetrel teilt ihm dann die Diagnose mit: Er hat Metremia im Anfangsstadium. Kes ist bestürzt darüber, während Neelix beginnt mit den Mundwinkeln zu zucken.

Akt II: Behandlungsmöglichkeit[Bearbeiten]

Neelix unterhält sich mit Kes.

Neelix ruht sich danach in seinem Quartier au. Nach der Diagnose spricht Kes ihm Mut zu. Neelix versucht das Thema zu wechseln und erzählt ihr von der Schlacht in der Pyrithianischen Schlucht, als er mit einer ganzen Batterie der haakonianischen Artillerie konfrontiert war. Er erzählt gerade, dass er sich in einer schmalen Felsspalte versteckte, als Kes ihn unterbricht, weil er die Diagnose schon wieder verharmlost. Sie meint, dass sie nun hier ist und diese Sache mit ihm gemeinsam durchstehen wird. Neelix meint, dass er nicht wusste, dass die Ocampa nur acht oder neun Jahre leben, als er sie traf und sich nicht vorstellen konnte, wie er ohne sie weiterleben sollte. Nun müsse er sich keine Sorgen mehr darüber machen, da er vor ihr sterben wird. Kes widerspricht ihm und berichtet, dass sie sich nie vorstellen konnte, dass jemand länger als 9 Jahre leben könnte. Jedoch wollen sie die verbleibende Zeit miteinander verbringen, egal ob es ein Tag oder ein Jahrzehnt ist.

Dr. Jetrel geht unterdessen zu Janeway in ihren Bereitschaftsraum. Sie bittet ihn herein. Jetrel hält ihr Schiff für erstaunlich. Er hat sich mit dem Transportersystem beschäftigt. Mit einigen geringfügigen Modifikationen hält er es für möglich eine Probe der Metreonwolke zu entnehmen. Er will ein freies Isotop aus der Wolke, die Rinax umgibt, isolieren und so Antikörper synthetisieren. Er glaubt, dass das Isotop stabil genug ist, um es zu beamen. Janeway meint, dass sie mithilfe eines Eindämmungsfeldes ein Verseuchen des Schiffes verhindern können. Captain Janeway ist davon überzeugt und gibt den Befehl den Kurs zu ändern. Chakotay soll vorher noch Jetrels Shuttle an Bord holen. Chakotay weist darauf hin, dass es ein beträchtlicher Umweg ist. Der Captain sagt jedoch, dass es erforderlich ist, um Neelix' Leben zu retten. Janeway schickt inzwischen eine Nachricht nach Talax, und bittet um Erlaubnis, Materie aus der Wolke entnehmen zu dürfen. Als Jetrel den Raum verlassen will stolpert er und muss sich an der Wand abstützen. Auf Janeways Nachfrage, erklärt er, dass er nur erschöpft ist und noch viel tun muss. Daher lehnt er auch eine Untersuchung durch den Doktor ab.

Computerlogbuch der Voyager,
Captain Janeway,
Sternzeit 48832,1
Kes hat Neelix überreden können, Dr. Jetrel zu gestatten, weitere metabolische Scans durchzuführen, in der Hoffnung, das dies seine Behandlung erleichtert, sobald der Antikörper synthetisiert wurde.
Rinax auf dem Hauptschirm der Voyager

Auf der Krankenstation deaktiviert sich unterdessen der Doktor, da er im Moment nicht gebraucht wird. Jetrel hält ein Hologramm, dass sich selbst deaktivieren kann für unglaublich. Dann beginnt er mit der Untersuchung. Jedoch lässt Neelix seine Wut an Dr. Jetrel aus. Zunächst fragt er ihn, ob sein Herz noch für etwas anderes, als die Wissenschaft schlage. Darauf antwortet Jetrel, dass dies heute nicht mehr der Fall sei. Neelix lässt aber nicht locker. Er wirft ihm vor, dass er schuldig ist am Massenmord auf Rinax und am Tod seiner Familie. Neelix meint, dass er sich wohl ein militärisches Ziel oder einen unbewohnten Planeten als Ziel ausgesucht hätte. Jetrel entgegnet, dass die Militärs die Wirkungskraft der Kaskade in ihrer ganzen Grausamkeit zeigen wollte. Neelix meint, dass er versuchen hätte sollen, sie abzuhalten und man sicher auf ihn gehört hätte. Dr. Jetrel verteidigt sich, zum einen damit, dass die Entwicklung der Metreonkaskade eine unvermeidliche wissenschaftliche Entwicklung war, und etwas so gewaltiges, wie die Wissenschaft nicht vor so etwas geringen wie einem Volk Halt macht. Neelix fragt, ob er es nur für die Wissenschaft tat. Jetrel antwortet, dass er es für seinen Planeten und für die Wissenschaft tat. Er meint, dass er es auch für die Wissenschaft tat, um zu sehen, ob es durchführbar wäre. Er meint, dass es gut ist zu wissen, wie die Welt funktioniert. Außerdem sei es unmöglich Wissenschaftler zu sein, ohne Wissen und die Macht dies es verleiht mit Anderen zu teilen und dafür zu sorgen, dass es angewendet wird. Nachdem die Kaskade eingesetzt worden war und er nach Hause zurückkehrte, wagte seine Frau nicht ihm in die Augen zu blicken. Seine Frau hat ihn mit seinen drei Kindern verlassen, weil er die Kaskade entwickelt hat. Er hat sie nie wieder gesehen. Neelix erzählt ihm daraufhin von den ersten Stunden auf Rinax, den hunderten Feuern, schwelenden Ruinen und dem Gestank von verbranntem Fleisch. Er erzählt auch von den Begegnungen mit den Überlebenden der Katastrophe, die wie Monster aussahen und inmitten der Staubwolken wimmernd auf ihn zukamen. Ihr Fleisch war verkohlt und schieferfarben. Er berichtet, dass er sich abwandte. Dann streckte das Monster seine verstümmelten Arme aus und sprach. An der Stimme erkannte er, dass es ein junges Mädchen war. Ihr Name war Palaxia und sie brachten sie mit den anderen Überlebenden nach Talax. In den darauffolgenden Wochen blieb er an ihrem Bett und sah zu, wie sie dahinsiechte. Dr. Jetrel hat Tränen in den Augen, er ist sich bewusst, dass diese Erlebnisse durch einen Entschuldigung nicht wieder gut gemacht werden können, deshalb hat er es auch gar nicht versucht. Auch sei ihm, beim Zünden der Kaskade, bewusst geworden, dass er wirklich ein Monster geworden ist. Neelix hofft, dass Jetrel noch lange mit dieser Schuld leben muss. Doch Jetrel meint, dass er fürchtet, dass Neelix Wunsch nicht in Erfüllung gehen wird, da er an Metremia im Endstadium leide und sein Tod nur noch eine Frage von Tagen sei.

Akt III: Alptraum[Bearbeiten]

Alptraumbild von Neelix

In dieser Nacht hat Neelix einen Alptraum. Er spielt mit Jetrel Pool. Da er keine Kugel versenken kann, wirft Jetrel ihm vor ein Feigling zu sein. Anschließend begegnet er Tom Paris, Captain Janeway, Dr. Jetrel und auch Kes, die aussieht als wäre ihr ganzer Körper verbrannt. Sie alle werfen ihm vor dass er Angst hat, dass er nicht da war als sie seine Hilfe brauchten. Sie treten auf ihn zu und umstellen ihn. Er will Dr. Jetrel die Schuld zuschieben, sieht sich aber selbst ins Angesicht als er Jetrel packen will. Er wacht aus dem Traum auf, als Captain Janeway ihn über Interkom ruft. Er richtet sich in seinem Bett auf und meldet sich. Janeway informiert ihn, dass sie bei Rinax angekommen sind. Neelix erschrickt zunächst und sagt dann, dass er sofort kommt.

Paris fliegt das Schiff inzwischen in eine synchrone Umlaufbahn. Nachdem Neelix auf die Brücke kommt, berichtet er davon, dass man in klaren Nächten von Talax aus die schimmernden Lichter von Rinax sehen konnte. In der Nacht der Kaskade gab es einen grellen Blitz und alles stoppte, als wäre die Zeit angehalten worden. Dann blickten sie hinauf, wo der Blitz hergekommen war. Der Himmel war sonderbar leer, weil sie Rinax wegen der Metreonwolke nicht mehr sehen konnten. Da ruft Torres die Brücke und meldet, dass sie mit den Vorbereitungen beginnen können. Neelix meint noch, dass dies zu viele Erinnerungen weckt und verlässt die Brücke. Torres informiert nun Janeway, dass sie mit der Transportervorsequenzierung beginnen können.

Rettungsversuch - er scheitert.

Im Maschinenraum bereiten Dr. Jetrel und Torres das Beamen einer Probe an Bord des Schiffes vor. Jetrel betont, dass er einen größeren Probenbehälter haben wollte, jedoch beruhigt ihn Torres damit, dass dieser völlig ausreichend ist, da sie einige subatomare Partikel aus der Wolke entnehmen wollen. Jetrel weist darauf hin, dass das Isotop nur einen winzigen Bruchteil der ganzen Wolkenmasse ausmacht und er sichergehen will, dass sie genug bekommen. Torres beruhigt ihn, dass sie dabei sehr erfahren seien. Nachdem Torres Janeway informiert, dass sie bereit zum Beamen ist, genehmigt Janeway den Transport. Es wird einen Probe der Staubwolke an Bord in den Probenbehälter gebeamt. Torres wünscht Jetrel noch Glück bei seiner Untersuchung.

Unterdessen sucht Kes nach Neelix im Casino. Er sitzt am Boden an der Theke und hat sich nicht gemeldet. Er wirkt sehr verzweifelt. Kes versucht ihn aufzumuntern und meint, dass sie weiß, wie er sich fühlen muss. Neelix meint, dass sie nicht weiß, wo er in dieser Nacht war., als Rinax zerstört war Sie meint, dass er auf Talax bei den Verteidigungsstreitkräften war. Er erzählt ihr die Wahrheit. Er war nicht bei den Verteidigungskräften auf Talax, so wie er es immer behauptet hat. Er hat sich stattdessen vor dem Militärdienst gedrückt, weil er den Krieg als ungerecht empfand. Er war auch kein Held bei der pyrithianischen Schlucht und war nie dort. Er hat nie den Militärdienst absolviert, weil er es für einen ungerechten Krieg hielt und Talax aus Gründen kämpfte, die das Töten nicht wert waren, so hatte er es sich eingeredet. Aber in Wahrheit hätte er sich einfach nur gedrückt, weil er zu feige war. Doch Kes macht im klar, dass diese Weigerung auch gefährlich gewesen sei, dass darauf die Todesstrafe gestanden hätte, wenn die talaxianischen Behörden ihn entdeckt hätten. Sie meint, dass er sein Leben riskierte, für etwas, dass er für wichtig hielt. Daher begreift sie nicht, wie er sich als Feigling ansehen kann. Aber Neelix schämt sich dafür, dass er jahrelang jedermann anlog und schämt sich dafür. Kes erkennt, dass es die Wut auf sich selbst ist, die er an Jetrel ablässt und dass er aufhören muss sich selbst deswegen zu hassen.

Akt IV: Hintergangen[Bearbeiten]

Jetrel betäubt Neelix.

Auf der Krankenstation fragt der Doktor Jetrel, ob sie mit der Synthese beginnen können. Jetrel gibt ihm jedoch keine Antwort, sondern überbrückt die Autonomieprotokolle des MHNs und deaktiviert den Doktor. Der Arzt will noch etwas einwenden, kommt jedoch über zwei Worte nicht hinaus, ehe sich sein Programm abschaltet. Anschließend beginnt Jetrel mit seinem Experiment. Er setzt den Probenbehälter in seine Apparatur ein und betätigt einige Knöpfe. Dabei transformiert er die Wolkenmasse in eine organische Materie. Neelix begibt sich auf die Krankenstation, um mit Dr. Jetrel zu sprechen. Nachdem er eingetreten ist, entschuldigt er sich für die Störung. Jetrel meint, dass er seine Arbeit gern beenden möchte, bevor er zu schwach dafür wird und stirbt. Daher bittet er Neelix, die Krankenstation zu verlassen. Der Talaxianer will sich schon der Tür zuwenden, da entdeckt er das Experiment, welches Jetrel dort durchführt. Neelix geht näher auf den Behälter zu und fragt, was Jetrel hier für ein bizarres Experiment durchführt. Jetrel meint, dass er ihm mit diesem Experiment helfen kann. Weil Neelix zu Captain Janeway gehen will, um sie über diese Vorgänge zu informieren, betäubt Jetrel ihn mit einem Hypospray und legt seinen Körper vorsichtig auf dem Boden ab.

Tuvok stellt Jetrel im Transporterraum.

Als Captain Janeway sich nach den Fortschritten erkundigen will, ruft sie die Krankenstation über Interkom. Sie erhält darauf jedoch keine Antwort. Daher fällt auf, dass irgendetwas auf der Krankenstation nicht stimmt. Janeway aktiviert aus diesem Grund das MHN. Der Doktor meldet ihr, dass Jetrel ihn deaktiviert und die Krankenstation verlassen hat. Außerdem entdeckt er den verletzten Neelix, meldet, dass es den Anschein hat, dass dieser betäubt wurde und behandelt ihn. Tuvok lässt den Computer daraufhin den Haakonianer lokalisieren. Die Computerstimme meldet, dass Dr. Jetrel sich im Transporterraum 1 aufhält. Captain Janeway beordert nun ein Sicherheitsteam in den Transporterraum, während sie sich selbst mit Tuvok ebenfalls auf den Weg dorthin macht. Das Kommando auf der Brücke übergibt sie inzwischen an Commander Chakotay.

Bald darauf betreten die vier Offiziere den Transporterraum. Tuvok ergreift Jetrel, der behauptet, dass viele Leben von seinem Vorhaben abhängen würden. Der Doktor kümmert sich unterdessen um den bewusstlosen Neelix. Wenig später trifft auch Neelix im Transporterraum ein, wo Janeway mit dem Sicherheitsteam gerade Jetrel stellt. Im Transporterraum verlangt Janeway eine Erklärung, was er vorhabe. Jetrel sagt, dass er sie zurückbringen will. Da ihm nicht klar ist, wen der Doktor zurückbringen will, fragt er nach. Dr. Jetrel erklärt nun seine Absichten: Er will viele der Opfer von Rinax zurückbringen.

Akt V: Vergebung[Bearbeiten]

Jetrel überzeugt Neelix und Janeway von seinem Experiment.

Zunächst meint Neelix, dass Jetrel den Verstand verloren habe. Jetrel bittet Janeway, sich seine Kalkulationen anzusehen und erklärt, dass die Metremia widerspiegelt, wie die Metreonkaskade ihre Opfer vaporisierte, durch biomolekulare Auflösung. Neelix fragt, ob sie sich diesen Schwachsinn anhören müssen. Janeway will Jetrel zumindest aussprechen lassen. Er hat die letzten 15 Jahre damit verbracht, einen Weg zu finden, dies rückgängig zu machen. Er nennt dies regenerative Fusion. Janeway fragt ungläubig, ob er daran arbeitet, die getöteten Personen wiederherzustellen. Jetrel meint, dass die elektrostatischen Eigenschaften der Wolke die Materie in einem Zustand reger Suspension halten und dadurch eine Wiederherstellung durchaus im Bereich des möglichen liegt. Neelix erkundigt sich, ob er dies mit dem Ding in der Krankenstation versuchte. Es war eine Amalgamierung willkürlich geschmolzener Biomaterie und organischen Materials. Neelix erkundigt sich, wie er aus der verwirbelten Materie in der Wolke eine Person wiederfinden will. Jetrel erklärt, dass er die DNA-Sequenz eines Opfers in die Zielscanner des Transporters programmieren, die Überreste an Bord beamen und rekonstruieren will. Tuvok ist skeptisch und auch Janeway hat große Bedenken. Sie hält dies alles für sehr unglaubhaft. Jetrel meint, dass sie genauso redet wie die Verantwortlichen in seinem Land. Er bat sie um mehr Mittel für seine Forschung, um der Welt zu beweisen, dass er kein Monster ist, aber sie wiesen ihn zurück und nannten ihn einen talaxianischen Sympathisanten. Dann schickten sie ihn ins Exil. Janeway erkundigt sich nun, ob Neelix wirklich Metremia hat. Jetrel gibt zu, dass Neelix' Metremia ein Vorwand war, damit sie ihm glauben und nach Rinax fliegen. Dieser leidet nicht an Metremia. Er erkundigt sich, wieso Jetrel ihnen nicht die Wahrheit sagte. Dieser erklärt, dass er nicht riskieren konnte, dass man ihm wieder nicht glaubt. Da ihm seine Regierung nicht glaubt, befürchtete er, dass Janeway als fähige Wissenschaftlerin ihm auch nicht glaubt. Neelix bittet Janeway, den Versuch durchzuführen, wenn die geringste Chance besteht. Janeway erklärt, dass es zu viele Variablen gibt, doch Neelix bleibt hartnäckig.

Dies überzeugt Janeway, dass sie mit den Zielscannern des Transporters der Voyager die Opfer isolieren und wiederherstellen könnten. Daher darf er schließlich den Versuch wagen. Tuvok und Janeway errichten ein Kraftfeld um die Transporterplattform und beamen die Überreste an Bord. Sie stellen die Phasenübergangsspulen auf Maximum. Tuvok aktiviert das biogenische Feld. Jedoch fällt die atomare Kohäsion und sie verlieren das Opfer. Jetrel will die Energie zu den Musterpuffern erhöhen. Janeway will das biogenische Feld vergrößern. Tuvok meint, dass es nicht funktionieren wird, da der Grad der Fragmentierung zu hoch ist. Außerdem werden ihre Systeme bereits überlastet. Janeway lässt daraufhin den Vorgang abbrechen. In diesem Moment bricht Jetrel unter Schmerzen zusammen.

Computerlogbuch der Voyager
Captain Janeway
Sternzeit 48840,5
Dr. Jetrels Metremia ist nun im Endstadium. Er wird seine letzten Stunden auf der Krankenstation verbringen.
Neelix und Jetrel versöhnen sich.

Doktor Jetrel liegt auf einem Biobett der Krankenstation. Dort besucht ihn Neelix und tritt an sein Bett. Jetrel meint, dass Neelix dies wohl für eine gerechte Strafe für ihn hält. Neelix bezeichnet jedoch die Kaskade als Strafe für sie alle, für ihren Hass und ihre Brutalität. Er sagt ihm nach kurzem Zögern auch, dass er ihm seine Taten verzeiht. Augenblicke später stirbt Jetrel. Bevor er durch die Tür tritt, blickt sich Neelix noch einmal zu dem Haakonianer um.

Dialogzitate[Bearbeiten]

Kes
Neelix, warum hast du mir nie von diesem Krieg erzählt?
Neelix
Vielleicht ist dies ein Erlebnis, das man mit niemandem teilen möchte. Es ist zu… zu schwer jemandem meine Gefühle zu beschreiben, der nicht dabei gewesen ist.
Jetrel
Etwas so gewaltiges wie die Wissenschaft macht vor so etwas geringem wie einem Volk nicht halt.
Neelix
Ist Ihnen je in den Sinn gekommen, dass Ihre Frau vielleicht Recht hatte? Dass Sie ein Monster geworden sind?
Jetrel
Ja. An dem Tag als wir die Kaskade testeten, als ich dieses blendende Licht sah, welches heller als tausend Sonnen war, in diesem Augenblick wusste ich ganz genau, was ich geworden war.

Anspielung auf das Buch "Heller als tausend Sonnen" von Robert Jungk, das von der Entwicklung der Atombombe handelt, der Titel ist wiederum eine Anspielung auf die Beschreibung der Explosion in Oppenheimers Augenzeugenbericht.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Story und Drehbuch[Bearbeiten]

Bezüge zur Realität[Bearbeiten]

Diese Episode ist eine Metapher auf die Nachgeschichte der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki durch die Vereinigten Staaten von Amerika.

Merchandising[Bearbeiten]

Video-, DVD- & Blu-ray-Veröffentlichung[Bearbeiten]


Links und Verweise[Bearbeiten]

Produktionsbeteiligte[Bearbeiten]

Darsteller und Synchronsprecher[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Ereignisse
2356, Schlacht in der Pyrithianischen Schlucht, Talaxianisch-Haakonianischer Krieg
Institutionen & Großmächte
Föderation, Haakonianischer Orden, Talaxianische Verteidigungskräfte
Spezies & Lebensformen
Haakonianer, Krallianischer Aal, Ocampa, Talaxianer, Talchok, Vulkanier
Kultur & Religion
Poolbillard
Personen
Ka'Ree, Neelix‘ Vater, Neelix‘ Mutter, Palaxia, Stratege
Schiffe & Stationen
Haakonianisches Shuttle
Orte
Chez Sandrine, Garten, Holodeck, Kasino, Pyrithianische Schlucht, Transporterraum 1
Astronomische Objekte
Rinax, Talax, Talaxianisches System
Wissenschaft & Technik
Antikörper, Artillerie, Atomare Kohäsion, Biogenisches Feld, Biomolekulare Auflösung, Blut, DNA, Herz, Immunsystem, Isotop, Kernspaltung, Klima, Kommunikator, Laborratte, Massenvernichtungswaffe, Metremia, Metreon, Metreonkaskade, Metreonwolke, Musterpuffer, Parsec, Phasenumwandlungsspule, Queue, Regenerative Fusion, Rege Suspension, Schiefer, Stabilisator, Strahlenkrankheit, Strahlenvergiftung, Subatomares Partikel, Traktorstrahl, Transporter, Transportervorsequenzierung, Wiederbelebung, Wissenschaft, Zerfallsrate, Zielscanner
sonstiges
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