Harve Bennett

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Harve Bennett als Admiral „Bob“

Harve Bennett (* 17. August 1930 in Chicago, Illinois, USA als Harve Fischman; † 25. Februar 2015 in Medford, Oregon; 84 Jahre) war Autor und Produzent vieler Star-Trek-Kinofilme, angefangen bei Star Trek II: Der Zorn des Khan bis Star Trek V: Am Rande des Universums, in dem er sich in der Rolle des Flottenadmirals Bob vor der Kamera verewigt hat.

Seine Arbeit begann Bennett in den 1940ern mit etwa zehn Jahren beim Radio, als er fünf Jahre lang in der Sendung The Quiz Kids mitmachte. Danach arbeitete er bei einer Chicagoer Zeitung als Kolumnist und versuchte sich als freischaffender Autor. Diese Richtung ist nicht fremd in der Familie, war seine Mutter doch Reporterin bei der Chicago Times. Nach dem Studium an der UCLA und dem Wehrdienst konnte er bei CBS als jüngster Produzent mehrere TV-Projekte betreuen. In den 1960ern machte er sich auf eigenen Füßen auf ins Geschäft und entwickelte mit Tony Barrett zusammen die Serie Twen-Police (Original: The Mod Squad) für Aaron Spelling (Beverly Hills 90210). Von da an produzierte er zahlreiche Serien, für die er von Zeit zu Zeit auch Drehbücher schrieb. Er produzierte 1974 den Sechs Millionen Dollar Mann und schrieb und produzierte 1976 auch für Die Sieben Millionen Dollar Frau. Viele seiner Arbeiten wurden für einen Emmy nominiert, für den 1982 erschienenen Fernsehfilm Eine Frau namens Golda bekam er ihn in der Kategorie Outstanding Drama Special. In diesem Film spielt Ingrid Bergman (als Golda Meir) zum letzten Mal; ihren Filmpartner gibt Leonard Nimoy.

Obwohl Bennett wenig Erfahrung mit der großen Leinwand hatte, vertraute Paramount ihm 1980 den zweiten Star-Trek-Film an. Im Fokus für die Firma stand dabei, weniger Geld auszugeben als beim ersten Film – dieser war mit 40 Mio. Dollar für damalige Verhältnisse verschwenderisch produziert – und die Streitigkeiten zwischen Gene Roddenberry und den Drehbuchautoren beizulegen. Leonard Nemoy erinnert sich bei Bennetts Führungsstil daran, dass er der General ist und alle um ihn herum müssen seine Befehle fehlerfrei ausführen. Es geht auch auf Bennetts Konto, dass Spock überlebt hat, denn die „Remember!“-Szene war seine Idee. Er hat die Weiterführung der Star-Trek-Filme grundlegend geprägt und so das Star Trek geschaffen, das wir heute kennen.

Die erfolgreiche Arbeit hat er 10 Jahre über drei Filme lang erfolgreich fortgeführt, bis er nach dem fünften Star-Trek-Film aus dem Trek-Universum verschwand. Er sah nach dem Ende der Filmreihe mit den Darstellern der Originalserie in den 1990ern die Zukunft in den frühen Jahren der Truppe auf der Akademie, also einem Film oder eine Serie über die Starfleet Academy. Diese Idee wurde allerdings mehrfach von Paramount abgewiesen. Nach dem Ende des Engagements bei Paramount Anfang der 1990er rutschte Bennett in ein privates Tief.

Nachdem er sich wieder in gerade Bahnen gebracht hat, erschien 1993 die SciFi Serie Time Trax, die er selbst erstellt hat. Nach zwei Staffeln und 44 Episoden wurde die Serie allerdings eingestellt. 1998 entwickelte er zusammen mit Steven Spielberg die Trickfilmreihe Invasion America für Dreamworks. Danach ist es still geworden um Bennett, es ist denkbar, dass er sich zur Ruhe gesetzt hat.

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